Die Dänische Westküste

 

Die Buhnen an der Harboøre Landzunge wurden im Zeitraum von 1875 bis 1897 errichtet. Sie sollten die kräftige Erosion an der Landzunge reduzieren, die nach der Entstehung des Thyborøn Kanals einsezte, der bei einem Durchbruch der Landzunge von Lodbjerg bis Langerhuse im Jahr 1862 entstand. Der natürliche küstenparallele Sandtransport wurde an der Kanal-öffnung unterbrochen, die eine trichterartige Wirkung hatte. Große Mengen an Sand wurden in den Limfjord hinein transportiert. Dies geschieht noch heute, aller-dings in geringerem Umfang - ca. 800.000 m3 pro Jahr. Durch die Buhnen kann die Erosion gebremst werden, ein Stoppen der Erosion ist jedoch nicht möglich. Daher war es notwendig die Dünen und die Ostseite des Deiches mit zusätzlichem Sand zu verstärken. Weiterhin war man gezwungen, die Buhnen landeinwärts im Takt des Rückzuges der Küstenlinie zu verlängern.

Strandvorspülung

Anfang der 90er Jahre entschied das Dänische Küsten-inspektorat die Geschwindigkeit, mit der die Küstenlinie an den Landzungen zurückweicht, mit weiteren Maß-nahmen zu reduzieren. Dies wird mit Hilfe von Pumpen durchgeführt, die zusätzlichen Sand auf den strandnahen Meeresboden oder direkt auf den Strand pumpen. Der zusätzliche Sand wird aus einer Wassertiefe von 20 bis 25 m - 7 km vor der Küste - an Bord von großen Schiffen gepumpt und zur Küste transportiert.

Abgesehen davon, daß die Küstenlinie nun annähernd an Ort und Stelle gehalten werden kann, sind die Kosten für die Buhnenerhaltung deutlich reduziert worden. Auf der Harboøre Landzunge werden jährlich 340.000 m3 Sand auf den Strand gepumpt. An der gesamten Westküste von Lodbjerg im Norden bis Nymindegab im Süden werden järhrlich ca. 3.000.000 m3 Sand vorgespült.